Sparkasse Darmstadt spendet 10.000€ für das Wahrzeichen

Die Jubiläumsstiftung der Sparkasse Darmstadt hat sich mit  einem  großzügigen und nennenswerten Beitrag an der Erhaltung des Roßdörfer Wahrzeichens beteiligt. Klaus Peter Schellhaas, Landrat des Landkreises Dieburg und auch Mitglied des Stiftungsvorstandes hat im Gottesdienst zum Ortskernfest  der Gemeinde einen Scheck von 10.000,- € übergeben. Dafür danken wir ihm und der Stiftung der Sparkasse ganz herzlich!

Foto: Chr. Heinemann

Langsam, aber sicher kommt der „Verband“ ab!

Im Schweiße ihres Angesichts sind die Gerüstbauer dabei, Element für Element abzutragen. Und darunter leuchtet jetzt frisch weiße und sandsteinrote Farbe. Auch die neu vergoldete Turmuhr
strahlt in neuem Glanz!
Wir können Sie schon jetzt einladen, am Kerbsonntag 30. September mit uns zu feiern. Seien Sie dabei, wenn die Kerweborschen neben dem Eingang ein Apfelbäumchen pflanzen! Besonders freuen wir uns, wenn auch die vielen Spenderinnen und Spender sich eingeladen wissen, die zur Finanzierung des notwendigen Eigenanteils der Kirchengemeinde beigetragen haben. Übrigens ist unser gestecktes Ziel dank Ihres Engagements fast erreicht.

Einstweilen weiterhin einen nicht zu heißen Sommer!

Text u. Bild: S. Krieger

Singend Gutes tun – für sich selbst und unsere Kirche

„Komm sing mit …“ lautete das Motto des Benefizsingen am 29. April zu Gunsten unserer Kirchenrenovierung. Und viele kamen und sangen mit. Nicht nur Besucher, sondern auch ganze Chöre beteiligten sich: der SKG-Chor Cantiamo, der Gemischte Chor des GSV, Next-Generation, der Senioren-Singkreis, die Roßdorfer Rotkehlchen sowie der ökumenische Gospelchor und der Kirchenchor unser Gemeinde unterstützen das Projekt mit ihren Stimmen. Musikalisch begleitet wurden die Sängerinnen und Sänger von Johannes Schmidtke (Orgel und Klavier) sowie von unserer Bürgermeisterin Christel Sprößler und Gertrud Funk (Akkordeon).

Gesungen wurde ein „Best of“ des Kirchengesangbuches mit Liedern vom 16 Jahrhundert bis zur Neuzeit. In der vollbesetzte Kirche erklangen so unter anderem die Melodien und Texte von „Vom Himmel hoch“, „Der Mond ist aufgegangen“ „Von guten Mächten wunderbar geborgen“, „Die güldne Sonne“, „Geh aus mein Herz“ und „We shall overcome“ in einer Lautstärke und – Dank der vielen geschulten Sänger  – auch in einer Qualität, wie sie sonst sicher nur selten zu hören ist.

Ein Grillfest als Dank für die großzügige Spendenbereitschaft der Roßdorfer fand im Anschluss im Garten des Elisabeth-Hauses statt. Bei wunderschönem Wetter und weiteren musikalischen Einlagen von Cantiamo, Gospelchor und Kirchenchor ließ man sich dort Wurst, gebackenen Käse mit Fassbier und Limonade schmecken.

Eine „rundum gelungene Veranstaltung“, war das Feedback vieler Besucher. Und der Spendenbarometer für unsere Kirche ist dabei um über 2000,- Euro angestiegen.  Ein toller Erfolg. Vielen Dank an alle Spender, die vielen engagierten Sänger und Helfer und an Klaus Schollenberger, der die Idee eingebracht hat!

Bilder: Klaus Schollenberger

Wieder da!

Der riesige Autokran am Kirchturm ließ hoffen: Jetzt kommt der Turmhahn wieder. Aber bis das Goldstück von der Spitze des Wahrzeichens glänzen kann, müssen wir uns noch ein wenig gedulden. Jetzt  kam erst einmal das große Eisen-Kreuz von 1850 aus den Werkstätten. Die Schlosserei Bornschlegl in Groß Zimmern hatte das historische Stück aufbereitet und von der Malerfirma Steuernagel & Lampert kam der aufwendige mehrlagige Schutzanstrich.

Jetzt sitzt die Konstruktion gut verankert wieder an Ort und Stelle. Aber der Turmhahn muss noch warten, denn er wird erst wieder aufgesetzt, kurz bevor das Gerüst um den Turmhelm abgebaut wird. Und das dauert leider noch. Immerhin ist ein erster sichtbarer Zwischenschritt zur Sanierung des Wahrzeichens getan.

Was man weiterhin von der Straße nicht zu sehen bekommt, sind die extrem mühsamen Zimmererarbeiten, die unter einem temporären Schutzdach langsam vorangehen. Und immer neue Schäden des Dachgebälks werden erst erkennbar, wenn man diese hintersten Winkel freilegen kann. Dann wird auch deutlich, daß es hier keine Luxussanierung gibt nach dem Motto „Die Kirche hat eh zu viel Geld“, sondern daß die Arbeiten zur Erhaltung des Wahrzeichens noch dringender notwendig sind als befürchtet.

Wie wäre es, wenn Sie in diese denkmalgeschützte Immobilie investieren? Einer der großen Balken kostet etwa € 500.- Material. Sie können sich als Mitfinanzierer „verewigen“ und sparen sogar noch Steuern! Zinsen gibt es, wie jeder weiß, zurzeit  sowieso nicht. Aber dafür das Gefühl, in etwas dauerhaft Gutes investiert zu haben.

Konto: Evang. Kirchengemeinde Roßdorf
IBAN: DE34 5085 0150 0020 0007 40
Stichwort „Balken“

Bilder u. Text: S. Krieger

„Uhr-Großvater“

Der Baukran hat`s möglich gemacht: Durch das geöffnete Kirchendach ließ sich das frühere Uhrwerk der Turmuhr  herunterheben, damit es für einige Wochen in der Kirche ausgestellt werden kann. Wer etwas zu seiner Geschichte erfahren will, hat es nicht weit. Gegenüber im Fahrradladen wissen Ernst Brehm und besonders seine Frau Marlen ganz viel, denn ihr Urgroßvater hat  das Werk gebaut. Johann Ritzert II betrieb in  eine Werkstatt, die sich auf Turmuhren für Kirchen, Rathäuser und Schulen spezialisiert hatte. Über die Ritzert-Dynastie der Großherzoglichen Hof-Uhrmacher  erfährt man mehr im Museum Gruberhof in Groß Umstadt.

1850 wurde die Roßdörfer Kirche erbaut, aber erst sieben Jahre später konnte man sich die Turmuhr leisten. Sie tat ihren Dienst, bis sie in den 60er Jahren durch eine elektrische Anlage ersetzt wurde.  Ernst Brehm erinnert sich noch, dass er als Konfirmand täglich gegen Abend mit seinem Freund  in den Turm steigen musste, um die schweren Gewichte für das alte gusseiserne Werk wieder hochzukurbeln. Das war dann vorbei. 1920 gab Marlens Großvater Johann Ritzert III die Herstellung auf; mit der einsetzenden industriellen Fertigung konnte er nicht mithalten. Er verlegte sich auf die Instandsetzung.  So betreute er auch das Glockenspiel am Schloss in Darmstadt. Heute kann man seine Werkstatt und sein Werkzeug im Hessenpark bewundern.  Und ein Exemplar seiner Kunst eben für ein paar Wochen im Roßdörfer Kirchenraum, bis der Kran es wieder auf den Dachboden hievt.
Bild u. Text: S. Krieger

Neues von unserem Kirchturmhahn

Der Turmhahn der evangelischen Kirche Roßdorf erhält momentan eine frische Vergoldung in der Firma Steuernagel & Lampert in Groß-Bieberau. Deborah Schönburg, die die Arbeiten durchführt, ist nicht nur ausgebildete Vergolderin, sondern auch studierte Kunsthistorikerin. Aber nur in irgendwelchen Büros sich theoretisch mit Kunst auseinanderzusetzen, das war nicht ihr Ding. „Ich liebe es, praktisch tätig zu sein“,  sagt sie, „und hier kann ich Kunst und Handwerk ideal verbinden.“

Natürlich hat ihre aktuelle Arbeit am Roßdörfer Turmhahn nicht erst mit dem eigentlichen Vergolden angefangen. Begonnen hat sie mit dem Sandstrahlen zum Reinigen, dann kam als Korrosionsschutz für das Blech eine Zinkstaub- und Epoxidbeschichtung. Das Ganze ist jetzt bedeckt mit einem gelben Lack. „Der hat einen großen Vorteil: Sollte doch mal ein kleines Loch in der Goldbeschichtung entstehen, etwa weil ein Vogel den Hahn „rupft“, dann fällt das nicht von unten nicht so auf.“ Aber bis der Turmhahn sich wieder auf dem Roßdörfer Kirchturm nach dem Wind drehen kann, dauert es auch noch eine Weile. Denn die dortigen Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen.

Und wie lange das Ganze hält, bis wieder eine Restaurierung fällig ist? Schätzungsweise fünfzig Jahre. Dabei ist das verwendete Gold mit seiner hohen Karatzahl das wetterfesteste Material.
Bild u. Text: S. Krieger

Neues Kleid für den Roßdorfer Turmhahn!

Man trägt wieder bunt? Nein, diesen Scherz würden wir uns mit dem Roßdorfer Turmhahn doch nie erlauben, weder zum 1. April noch zur Eröffnung der Faschingssaison! Zwar bekommt er bald ein neues Gefieder, aber zunächst wartet er in einer Restaurierungswerkstatt zusammen mit dem großen Eisenkreuz auf das reinigende Sandstrahlen, auf die Grundierung und dann natürlich auf die Vergoldung, wie sie nun mal einem Turmhahn zusteht. Das Gleiche passiert mit den großen Zifferblättern und den Zeigern der Turmuhr in einer anderen Werkstatt.

Viele Roßdörfer Gewerbetreibende haben die Restaurierung bereits unterstützt. Welche, das erfahren Sie in der nächsten Ausgabe der „Kirchenglocke“, die gerade in Druck geht. Wir bedanken uns jedenfalls hier schon mal bei allen Spendern, die schon jetzt geholfen haben. Das Spendenbarometer steht nun bei über 50%: Mehr als 65.000 € sind bisher eingegangen. Das Turmhähnchen dankt herzlich.

Bild u. Text: S. Krieger

Benefiz-Konzert für den Kirchturm am 12. November!

Das Kammersinfonieorchester Darmstadt veranstaltet am Sonntag, 12. November 2017 um 17:00 Uhr ein Benefiz-Konzert für den Kirchturm in der Ev. Kirche in Rossdorf. Der Eintritt ist frei – um Spenden für unser Wahrzeichen wird gebeten!

Auf den Programm stehen folgende Stücke:

  • Elgar: Streicherserenade Op. 20
  • Mozart: Divertimento K.V. 131 in der Fassung für 9 Bläser plus 1 Kontrabass
  • Milhaud: Le boeuf sur le toit

Die Leitung hat Christhard Janetzki. Mehr Informationen zum Orchester finden Sie unter http://www.kso-darmstadt.de.

 

Schuhuhuu! Eine Spende besonderer Art

Ein Dank an den NABU Roßdorf! Rainer Kroh und Frank Achenbach haben die Chance genutzt und auf Bitten der Kirchengemeinde gebastelt und dem Kirchturm einen Nistkasten für Schleiereulen verpaßt. Der sitzt inzwischen am vorgesehenen Platz und wartet auf Bewohner. Die werden zwar noch das Ende der Bauarbeiten am Turm abwarten müssen, bevor sie sich darin einrichten können. Aber es sieht für Eulenmaßstäbe schon sehr gemütlich aus. Wartungsfreundlich ist der Kasten auch, denn gelegentlich muß ein Hausputz vorgenommen werden. Das ist zwar mit ein wenig Kletterei und Krabbelei im engen Turm verbunden. Aber es ist die Mühe wert. Denn angesichts des zunehmenden Verlustes an Nistmöglichkeiten für alle möglichen Vogelarten (z.B. Schwalben) und des Artenrückgangs ist es erfreulich, wenn solch ein Ort zur Verfügung steht und noch dazu sachkundig betreut wird.

Kaum eine Vogelart ist so unmittelbar vom Vorhandensein geeigneter Brutplätze abhängig wie die Schleiereule. Mit einem speziell für sie konstruierten Nistkasten kann die elegante Eule auch an Orten angesiedelt werden, wo sie bislang noch nicht brüten konnte. Aber sie braucht auch ein geeignetes Nahrungsangebot in der Umgebung. Mehr über den Vogel des Jahres 1977 unter www.nabu.de. Und von wegen „Schuhuhuu“ – wie die Schleiereule wirklich klingt, kann man dort hören! Demnächst hoffentlich auch live – vom Roßdörfer Wahrzeichen!

Aber zunächst: Großes Lob für das ehrenamtliche Engagement!
Bild u. Text: S. Krieger